Kein Untergang des Bratenlands

Screenshot klimaretter.info

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Die industrielle Fleischproduktion ist ein echter Klimakiller – und wird trotzdem subventioniert. Oft hört man, dass die Erhöhung der Steuern auf tierische Nahrung nur wieder die armen Menschen treffen würde. Das ist zu kurz gedacht: Der Staat kann durch höhere Steuereinnahmen für Fleisch mehr Geld für andere Dinge ausgeben. Wichtig ist nur, dass er die richtigen aussucht.

Ein Standpunkt von Eva Bulling-Schröter

Dürfen Menschen mit kleinem Geldbeutel jetzt kein Schnitzel mehr essen? Wollen die KlimaschützerInnen dem „kleinen Mann“ jetzt also auch noch die geliebte Currywurst vom Teller hauen? Das Umweltbundesamt hat zu Jahresbeginn eine Angleichung der Mehrwertsteuer für tierische Erzeugnisse gefordert. Vom ermäßigten Sieben-Prozent-Satz auf volle 19 Prozent. Weil der aktuelle Rabatt eine klimaschädliche Subvention ist. Das war dann allen zu viel.

Einschließlich der Linken erteilten Ministerien, Parteien und Verbände diesem Regelungsvorstoß ein lautes Nein. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt faselte von „Strafsteuern“, er wolle dem Volk nicht „vorschreiben, was auf den Teller kommt“. Eine Steuer „rettet nicht das Weltklima“, ließ der Milchindustrieverband wissen und brachte sogar ganz rührselig hungerleidende Kleinkinder aus armen Haushalten in Stellung, nur um das Ende dieser umweltschädlichen Subvention zu diskreditieren.

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