Im Wortlaut: Der Kohle-Dividendenzug ist abgefahren

DSC_0066abEs hatte sich seit Monaten angekündigt. Auf der Aktionärsversammlung des größten deutschen Energiekonzerns RWE am gestrigen Mittwoch mussten nun alle die Hosen runterlassen: Kein ach so dringend benötigter Dividenden-Regen für die Beteiligten in den Rathäusern von Rhein und Ruhr. Ein sattes Viertel aller Anteile halten die Stadtkämmerer in Essen, Dortmund und Co. Im riesig-runden RWE-Turm, der unübersehbar überm Hauptbahnhof der einstigen Stahl- und Kohlestadt Essen thront, hatte Firmenlenker Peter Terium das „Zurückbleiben!“-Signal ausgegeben. Dem Antrag von Vorstand und Aufsichtsrat stimmten die Aktionäre zu, fast 98 Prozent der Anteilseigner in der Gruga-Messehalle einigten sich auf die erste Nullrunde in der jüngeren Geschichte des wankenden Energieriesens. Bei einem Verlust von 170 Millionen Euro in 2015 wurde allein den Vorzugsaktionären, RWE-Anleihern ohne Stimmrecht, eine Ausschüttung von 13 Cent je Aktie gewährt. Die stimmberechtigen Stammaktionäre: Gar nichts.

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