Ingolstadt

Zurück zu den Wurzeln – Eva Bulling-Schröter an alter Wirkungsstätte

Immer wenn ich das Werksgelände zur Firma Rieter betrete, dann überwältigen mich wehmütige Gefühle. Dort habe ich viele Jahre gearbeitet – bis zu meinem Einzug in den Bundestag 1994 als Montageschlosserin und ehrenamtliche Betriebsrätin. Als unsere Fraktion 2002 aus dem Bundestag rausfiel und nur noch mit zwei Abgeordneten vertreten war, ging ich wieder zurück an die Werkbank. 2005 wurde DIE LINKE in Fraktionsstärke gewählt, und ich gehörte wieder dem Bundestag an.

Mein Kontakt zur Firma, sowohl KollegInnen, Betriebsrat als auch Management, ist nach wie vor intensiv, und es interessiert mich sehr, wie die Auftragslage und die Beschäftigungssituation sind. Wenn es mir möglich ist, besuche ich die Weihnachtsfeier meiner früheren Abteilung. Außerdem nehmen KollegInnen aus dem Betrieb an Berlin-Fahrten teil, und in der Vergangenheit ist es gelungen, nahezu die ganze Abteilung mit Angehörigen gemeinsam bei einer Besuchsfahrt in Berlin zu begrüßen, schließlich sollen sie auch sehen, was ihre frühere Kollegin so macht.

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Schon lange gehört die Firma zum Schweizer Rieter-Konzern, einem multinationalen Konzern, und hat viele Höhen und Tiefen hinter sich. Momentan boomen die Aufträge, und es gibt daher viele Leiharbeiter im Betrieb.

Uns, den geladenen Gästen, wurde der neue „Rotorspinner“ vorgestellt, der natürlich immer produktiver und schneller wird. Die R60 – so der Name der automatischen Rotorspinnmaschine – ist mit 85 Metern fast so lang wie ein Fußballfeld, verfügt über 600 Spinnstellen und fertigt pro Jahr das Garn für mehr als fünf Millionen Jeans. Inzwischen ist auch das Thema Energieeffizienz ein großes Thema, und die Konstrukteure sind inzwischen angehalten, genau darauf zu schauen, da sich dieses Kriterium immer mehr als Wettbewerbsvorteil herausstellt.

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