Netzbetreiber verdienen auf Kosten der Stromkunden an hoher Eigenkapitalrendite und überdimensioniertem Netzausbau

Foto: Privat

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Zur Kostendebatte über Erdkabel und Netzausbau in Bayern erklärt Eva Bulling-Schröter, Mitglied im Landesvorstand der LINKEN. Bayern und Sprecherin für Energie und Klima der Bundestagsfraktion DIE LINKE:

„Das Problem, das weder von der Bayerischen Staatsregierung noch vom Netzbetreiber angesprochen wird, ist: Der Netzausbau ist überdimensioniert und wurde nicht auf ein notwendiges Maß reduziert. Dies kritisiert DIE LINKE seit Jahren. Die Kosten für Erdkabel sind dreimal so hoch wie Überlandkabel, das weiß man seit langem. Warum nun so deutlich unterschiedliche Zahlen kursieren, ist sehr verwunderlich.

Neben dem überdimensionierten Netzausbau ist ein weiterer Kostentreiber die zu hoch angesetzte Eigenkapitalrendite der Netzbetreiber. Sie beträgt derzeit 9,05 Prozent und sollte auf ein angemessenes Maß reduziert werden. Dazu liegen vernünftige Vorschläge der Verbraucherzentralen vor. Die Menschen in Bayern möchten zudem eine dezentrale Energiewende, die nicht dem zentralistischen Stromsystem dient, sondern in den Händen der Bürgerinnen und Bürger liegt. Wenn man die dezentrale und demokratische Energiewende beschleunigen würde und die Effizienz-Ziele ernst nähme, bräuchte man nicht diesen Wahnsinn von Netzausbau.“

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