Links und jung: Besuchergruppe aus Bayern in Berlin

Die Besuchergruppe aus Bayern beim Fototermin mit Eva im Bundestag (Bild: Atelier Schneider, Berlin/BPA)

Die Besuchergruppe aus Bayern beim Fototermin mit Eva im Bundestag (Bild: Atelier Schneider, Berlin/BPA)

Links und jung: Eine Besuchergruppe aus Bayern war auf Einladung von Eva Bulling-Schröter und in Zusammenarbeit mit dem Bundespresseamt mehrere Tage auf Berlin-Tour. Unter dem Motto „Antimilitarismus und Antifaschismus“ stand für die rund 35 Bayerinnen eine gute Mischung von Ortsterminen und persönlichen Gesprächen auf dem Terminkalender.

Heiner Müller im Fraktionssaal von DIE LINKE. im Bundestag hat wohl Recht. (Bild: Privat)

Heiner Müller im Fraktionssaal von DIE LINKE. im Bundestag hat wohl Recht. (Bild: Privat)

Von einem Gang durch das Auswärtige Amt am Schiffbauerdamm, bei dem ein Ex-Diplomat überraschend offenherzig über Wirtschaftsförderung im Ausland als Schwerpunkt bundesdeutscher Außenpolitik berichtete, einem Besuch der marxistischen Tageszeitung Junge Welt in der Torstraße und der nur einen Steinwurf entfernten Parteizentrale von DIE LINKE. im historischen Karl-Liebknecht-Haus in Mitte, über einen nachdenklichen Abstecher zur Gedenkstätte der Sozialisten in Lichtenberg und der Topographie des Nazi-Terrors sowie einer Führung durch den Bundestag mit anschließender Diskussionsrunde mit Eva im Fraktionssaal der größten Oppositionsfraktion boten die drei Tage vom Mittwoch (27. Mai 2015) bis zum Sonntag (31. Mai 2015) eine gute, weil kritische Mischung des politischen Berlins.

Die Mehrheit der jungen Berlin-BesucherInnen engagiert sich politisch: in Schülervertretung, im SDS Bayern, in Kreisverbänden der Partei, Gewerkschaft, Beruf und Alltag. Im Gespräch mit Eva wurde neben aktuellen Themen wie Arbeit der Opposition, Ukraine-Konflikt, Flüchtlingspolitik, Mindestlohn und Energie- und Umweltpolitik auch der Stand der Demokratie in Bayern diskutiert.

Für viele Aktive bleibt es nicht nachvollziehbar, dass Mitgliedschaft oder Mitarbeit in DIE LINKE. und ihr nahestehenden Organisationen in ihrer Heimat weiter unter antidemokratischen Generalverdacht gestellt werde, was im „Fragebogen zur Verfassungstreue“ für den bayerischen Staatsdienst seinen sichtbarsten Ausdruck findet. Denn diese Maßnahme führt entweder zu Berufsverbot oder Einschränkung der Meinungsfreiheit.

Am Sonntag machten sich die BesucherInnen auf den Weg zurück nach Hause. Und zwar so wie sie angereist waren: ganz ökologisch mit dem DB-Zug.

CSU-Demokratie: Die Linke. steht auf der Liste verfassungsfeindlicher Organisation in Bayern (Bild: Privat/Screenshot)

CSU-Demokratie im „Fragebogen zur Verfassungstreue“: Die Linke. steht auf der Liste verfassungsfeindlicher Organisation in Bayern (Bild: Privat/Screenshot)

 

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