Ingolstädter Gnadenthal-Gymnasium auf Bundestag-Besuch

Foto: Privat.

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Wie und wo Politik in Berlin gemacht wird, das haben am Mittwoch, den 4. Februar 2015 rund 50 SchülerInnen aus meinem Wahlkreis Ingolstadt erlebt. Die jungen Leute vom Gnadenthal-Gymnasium Ingolstadt und ihre LehrerInnen waren über mein Besucherkontingent in die Hauptstadt gekommen. Nun würden sie auf eine „echte“ Bundestagsabgeordnete treffen, und auch noch eine von der LINKEN.

Bei einem einstündigen Gespräch, wie immer mit wenig Zeit zwischen Ausschusssitzungen, Red Hand Day-Aktion und Plenum, direkt unter der Kuppel des Reichstagsgebäudes, machte ich die Bekanntschaft mit ernsthaft interessierten Berlin-Gästen. Nach der Vorstellung meiner Aufgaben, Funktionen und Tagesabläufe in der Bundeshauptstadt, auf Landesebene und im Wahlkreis ging es gleich zur Sache. Ob zu deutschen Monster-Trassen in Bayern oder Fracking, Rüstungsexporten, Spardiktat in Griechenland und die linke Schwesterpartei SYRIZA, Klimaverhandlungen und Plastikmüll in den Weltmeeren, globale Ungleichheit, Glaubwürdigkeit der Politik, Parteispenden oder sinkende Wahlbeteiligung – mir gegenüber saßen gut informierte GymnasiastInnen.

Und die fragten nicht nur nach, sondern empörten sich auch mit Herzblut über die Ungerechtigkeiten und Unsinnigkeiten der Welt. Das dies der Anfang allen Wandels ist hat eindrucksvoll der französische Resistance-Kämpfer und Diplomat Stéphane Hessel in seinem Bestseller-Buch „Empört Euch!“ beschrieben. Immer wieder kam bei den Ingolstädtern die Frage auf: Was können wir überhaupt machen? Wie können wir  Politik und Gesellschaft beeinflussen? Für jeden und jede, ob in Parteien oder nicht, ist mein Rat dieser: Einmischen! Sich in Medien, Internet und sozialen Netzwerken informieren! Für seine eigenen Interessen ein- und aufstehen! Eine andere, solidarische Welt ist nicht nur denkbar, sondern auch machbar!

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