Stilllegung von Irsching ist der falsche Weg

Foto: Gaskraftwerk Irsching / Von Art Anderson - Panoramio, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=42467923

Foto: Gaskraftwerk Irsching / Von Art Anderson – Panoramio, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=42467923

Eva Bulling-Schröter, Ingolstädter MdB der Linken, zuständig für Energie und Klima, erklärt zum erneuten Stilllegungs-Antrag für das Gaskraftwerk Irsching:

„Es ist höchst bedauerlich, dass das Gaskraftwerk Irsching am ausgestreckten Arm falscher Energiepolitik verhungert und weiterhin keine wirtschaftliche Perspektive hat. Aus klimapolitischer Sicht ist es vollkommen absurd, dass Kohlekraftwerke munter billige Kohle verheizen können und damit den Strommarkt überschwemmen, während sauberere Gaskraftwerke abschalten müssen, weil sie rote Zahlen schreiben. Wie bereits vor zwei Jahren wurde von den Irsching-Betreibern nun die vorläufige Stilllegung beantragt. Damit hat das Kraftwerk die Aussicht, weiterhin als Reservekraftwerk vergütet zu werden. Während zwei der fünf Blöcke bereits endgültig stillgelegt sind, galten die übrigen drei Blöcke bislang als systemrelevant und erhielten für ihre Bereitstellung von Strom bei Engpässen und für die Netzstabilität eine Vergütung. Der Reserve-Status könnte nun nach Prüfung durch den Netzbetreiber verlängert werden.

Auf dem Strommarkt hat Irsching schon längst keine Chance mehr, in die schwarzen Zahlen zu kommen. Würde man aber in Berlin eine dem Klimaschutz verantwortliche Strommarkt-Politik machen, könnten Gaskraftwerke wie das in Irsching eine wirtschaftliche Perspektive haben. Nicht nur, weil in wenigen Jahren die restlichen Atomkraftwerke vom Netz gehen, sondern vor allem weil sie für die Energiewende noch eine gute Zeitlang sehr wichtig sind. Denn sie können flexibel zugeschaltet werden, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Stillgelegt gehören die Klimakiller-Kohlekraftwerke in Deutschland, nicht hochflexible und effiziente Gaskraftwerke.“

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