Zurück zur Startseite

Naturschutz sichert Lebensgrundlagen

Der Schutz der Natur sollte den Eigenwert der Natur angemessen widerspiegeln, letztlich aber geht es dabei auch um die Sicherung der Lebensgrundlagen der Menschen. Natürlich „behindern“ geschützte Gebiete gelegentlich Verkehrsprojekte und andere Investitionsvorhaben. Und in der Wahrnehmung vieler Menschen macht es nicht viel aus, ob nun gerade diese eine Wiese oder das Stückchen Wald für ein wichtiges Vorhaben geopfert wird. Wenn aber bei jedem Konflikt immer die Natur das Nachsehen hat, dann gibt es in der Summe eben keinen ausreichenden Natur- und Artenschutz mehr. Dies hat in Deutschland und Europe zur Folge, dass sich die Zahl unberührter Naturflächen weiter auf dem Rückzug befindet. In Deutschland ist allein die Verkehrsfläche größer als die der gesetzlich bestimmten Naturschutzgebiete.

DIE LINKE. vertritt daher die Auffassung, dass bei Abwägung von wirtschaftlichen und Naturschutzbelangen der Natur ein größeres Gewicht als bisher einzuräumen ist – so bedauerlich das für einzelne Investitionsplanungen auch sein mag. Deswegen unterstützt DIE LINKE. die Absicht der EU, auf zehn Prozent der Fläche ein zusammenhängendes Netz von Biotopen zu errichten (NATURA 2000). Damit kann die Natur so weit geschützt werden, dass der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen möglich ist. Gerade angesichts des voranschreitenden Klimawandels ist es notwendig, dass der Natur zusammenhängende Flächen zur Verfügung stehen. Nur so können Pflanzen und Tiere wandern und sich aufgrund der geänderten klimatischen Verhältnisse in neuen Lebensräumen ansiedeln. Denn eins ist klar: ohne die Natur als Grundlage kann auch der Mensch nicht überleben!