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25. Januar 2012

Schlecker-Beschäftigte dürfen nicht für die Krise zahlen

Die Ingolstädter Filiale von Schlecker schließt wohl Ende Januar (DK 24.01.2012) Die Drogerie-Kette Schlecker hat am 23. Januar 2012 Antrag auf Insolvenz gestellt. In der Region sind laut Donaukurier ca. 130 MitarbeiterInnen betroffen, bundesweit sind es wohl zehntausende Arbeitsplätze. "Im Einzelhandel stagniert die Nachfrage, ein ruinöser Verdrängungswett-bewerb bringt die gesamte Sparte in Not .

Zudem hat Schlecker jahrelang seine Beschäftigten drangsaliert, bespitzelt und versucht, ihre Löhne zu drücken. Es wäre fatal, wenn die Beschäftigten nun auch noch die Zeche für eine gescheiterte Unternehmenspolitik zahlen sollen, deshalb gilt ihnen unsere ganze Solidarität "so die Ingolstädter Abgeordnete Eva Bulling-Schröter.

Und die Abgeordnete weiter: "Alle Kraft muss jetzt dem Erhalt der Arbeitsplätze gelten. Und es muss Schluss sein mit einer Strangulierung des Konsums und einem zügellosen Wettbewerb auf Kosten der Verkäuferinnen. Es ist jetzt an der Zeit, dass die Einkommen steigen und die Politik muss in den Wettbewerb beim Einzelhandel lenkend eingreifen, denn die Krise im Einzelhandel ist nicht ohne eine Umverteilung des Reichtums und einer Stärkung der Nachfrage zu lösen. Notwendig ist bei Insolvenzverfahren die Möglichkeit der Mitbestimmung für Betriebsrat und Gewerkschaft. Der milliardenschwere Firmeneigner Anton Schlecker, einer der reichsten Männer der Republik, muss mit seinem Privatvermögen haften und sich so am Erhalt der Arbeitsplätze beteiligen."