„Was die Staatsregierung als Reform der Oberstufe verkauft und was in den Wahlprogrammen von CSU und FDP als Investition in die Zukunft gefeiert wurde, ist nicht nur unausgereift, sondern war von Anfang an ein Einsparungsprogramm. Die leidtragenden sind die Schülerinnen und Schülern sowie die Lehrkräfte. Zu recht setzen sie sich mit den Aktionen gegen Q 11gegen diese Politik zur Wehr“, meint die Landessprecherin der bayerischen LINKEN Eva Bulling-Schröter.
„Arbeitsbelastung und ständiger Prüfungsdruck spitzen den Konkurrenzkampf zu. Kreatives Lernen wird so unmöglich. Der Schaden für Gesellschaft und Individuum ist absehbar: Vom forcierten Egoismus, in dem jede Regung eines solidarischen Miteinanders bestraft wird, bis zu gesundheitliche Spätfolgen reichen die möglichen Auswirkungen“, befürchtet die Politikerin der LINKEN.
Das Konzept des Kultusministeriums für die Oberstufen der bayerischen Gymnasien sei keine Lösung der Bildungsmisere. Es sortiere Kinder aus, fördere reines Auswendiglernen und behindere die Kreativität der Menschen. „Ich befürchte nicht nur Spätfolgen für die betroffenen Schülerinnen und Schülern“, so die Abgeordnete, „sondern Schäden für die Gesellschaft als Ganzes.“