Auf Anfrage der Ingolstädter Bundestagsabgeordneten, Eva Bulling-Schröter, DIE LINKE, hat die Bundesregierung noch einmal bestätigt, dass sie sich nicht an der Ryder Cup – Finanzierung beteiligen will. Die linke Umweltpolitikerin hatte die Bundesregierung gefragt, ob sie beabsichtige „eine deutsche Bewerbung für das internationale Golfturnier Ryder Cup 2018 sowie die mögliche Austragung dieses Turniers in Deutschland zu unterstützen und dafür ideelle, finanzielle oder infrastrukturelle Maßnahmen zu ergreifen“.
In der Antwort der Bundesregierung macht der parlamentarische Staatssekretär Dr. Christoph Bergner deutlich, dass die Bundesregierung die Ryder Cup Bewerbung seit „Anfang 2009 insofern ideell unterstützt, als Regierungsgarantien abgegeben wurden, in denen die Bewerbung ausdrücklich begrüßt wurden. Diese Garantien sind auch in die Bewerbungsunterlagen eingeflossen. Dabei war allen Beteiligten die auch weiter bestehende Haltung der Bundesregierung bekannt, die Bewerbung nicht finanziell zu unterstützen.“
Dazu Frau Bulling-Schröter: „Die Aussage der Bundesregierung zur finanziellen Unterstützung der Bewerbung ist eindeutig. Hinsichtlich der nicht näher ausgeführten „Garantien“ werde ich nachhaken. Mit der Rückkehr des Geschäftsführers des Wittelsbacher Golfclubs Rohrenfeld, Frank Thonig, von Ryder Cup Europe in London rückt die Finanzierung des Ryder Cup Turniers wieder in den Mittelpunkt der Diskussion. Wer soll die Zeche zahlen?, das ist das zentrale Thema dieses Golfturniers. Mit der Antwort der Bundesregierung sehen wir uns bestätigt: Niemand hat, wenn die sozialen und ökologischen Folgen einer solchen sportlichen Großveranstaltung vernünftig geregelt sind, etwas gegen ein Golfturnier in den Donauauen. Doch dafür dürfen keine Steuergelder fließen. Eine öffentliche Finanzierung einer solchen elitären Vergnügung hat nichts mit Sportförderung oder Breitensport zu tun.“