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27. Januar 2010

Post zieht sich immer mehr zurück

Im März dieses Jahres soll die Postfiliale in der Hindenburgstraße zu einer so genannten Partnerfiliale umgewandelt werden. Damit gibt es in Ingolstadt und Umgebung nur noch zwei Postämter.

„Immer weniger Briefkästen, immer längere Wege zur nächsten Postfiliale und immer längere Warteschlangen vor den verbleibenden Schaltern  - dies ist schon jetzt das Ergebnis der  Privatisierungspolitik bei der Deutschen Post AG, erklärt die Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter von den LINKEN.“ Auch in Ingolstadt geht das große Postamtsterben weiter. Im März dieses Jahres soll die Postfiliale in der Hindenburgstraße zu einer so genannten Partnerfiliale umgewandelt werden. Damit gibt es in Ingolstadt und Umgebung nur noch zwei Postämter.

Dabei handelt es sich, wie die Ingolstädter Bundestagsabgeordnete betont, bei der Annahme von Paketen oder dem Verkauf von Briefmarken um grundlegende Dienstleistungen der Daseinsvorsorge, die allen Menschen zur Verfügung stehen müssen. Und zwar auch dort, wo es sich für den Konzern nicht unmittelbar rechnet. „Nach Aussagen des Postagenturunternehmerverbandes,“ so Eva Bulling-Schröter, „werden bei jeder Umwandlung einer Filiale in eine private Agentur 60 Prozent der Kosten "eingespart".

Doch was ist das Resultat dieser Sparpolitik? Eine drastische Einschränkung des Leistungsangebots, immer längere Schlangen vor den Schaltern und Beschäftigte, die im Gegensatz zu den regulären Postangestellten mit Minijobs und Dumpinglöhnen abgespeist werden. Es ist daher höchste Zeit, sich diesem Privatisierungswahn zu widersetzen, der ausschließlich den Aktionären dient, während VerbraucherInnen und Beschäftigte wieder einmal das Nachsehen haben."