Zur Weigerung Horst Seehofers, am Freitag an dem Gespräch mit Umweltminister Norbert Röttgen zur Endlagerfrage teilzunehmen, erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE und Ingolstädter Bundestagsabgeordnete, Eva Bulling-Schröter:
Der Ministerpräsident des Bundeslandes mit den meisten Atomreaktoren verweigert sich einem Dialog zur Suche nach einem Atomendlager. Dass ausgerechnet Horst Seehofer - im Gegensatz zu Amtskollegen - am Freitag nicht nach Berlin reisen will, bestätigt einmal mehr, was die CSU von Verantwortung hält.
Offensichtlich sollen andere Bundesländer ausbaden, was wesentlich auch in Bayern mit eingebrockt wurde. Denn die CSU-Regierung und die Stromkonzerne haben seinerzeit mit etlichen Millionen an Bundeshilfe eine Armada von Atommeilern bauen können. Das Land dürfte damit bundesweit den meisten Atommüll produziert haben. Horst Seehofer geht aber ernsthaften Gesprächen aus dem Weg, bei denen auch bayerische Standorte für eine ergebnisoffene Endlagersuche ins Gespräch kommen könnten.
Hintergrund:
Im Gegensatz zu den Ministerpräsidenten von Niedersachsen (David McAllister) und Baden-Württemberg (Winfried Kretschmann), wird der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer am Freitag nicht an dem Endlagerdialog zwischen den Bundesländern und Bundesumweltminister Röttgen teilnehmen, sondern nur einen Vertreter nach Berlin entsenden.