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24. November 2011

Frauen brauchen Schutz und einen Rechtsanspruch!

„40 Prozent aller Frauen in Deutschland erfahren im Verlauf ihres Lebens mindestens einmal körperliche oder sexualisierte Gewalt.,“ so Eva Bulling-Schröter, Ingolstädter MdB anlässlich des morgigen Aktionstages gegen Gewalt an Frauen.

„Rund 25 Prozent erleben diese Gewaltformen durch Partner. Seit fast 30 Jahren bietet auch das Ingolstädter Frauenhaus Hilfe und Schutz. Bis heute werden diese Hilfs- und Schutzeinrichtungen nur auf freiwilliger Basis durch Bund, Länder, Kommunen oder soziale Träger finanziert. Die Höhe richtet sich auch bei uns nach Kassenlage. Deshalb fordere ich als weibliche Abgeordnete gemeinsam mit meiner Partei, der LINKEN von der Bundesregierung endlich einen Rechtsanspruch auf Schutz vor Gewalt gegen Frauen, denn sie ist eine eklatante Menschenrechtsverletzung. Was wir brauchen, ist eine gesetzliche Grundlage auf sofortigen Schutz und umfassende Hilfe für alle betroffenen Frauen und deren Kinder - unabhängig von ihrer Herkunft oder dem sozialen Status.“

Um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen, ließ TERRE DES FEMMES am 25. November 2001 zum ersten Mal die Fahnen wehen. Seither wurde die Aktion von zahlreichen Frauenbeauftragten, Verbänden und Ministerien aufgegriffen und weitergetragen. „Auch mein Büro wird am Freitag, den 25.11.2011 mit der Fahnenaktion ein Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen setzen.“

Politischer Hintergrund: Der Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt. Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln. 1981 wird der 25. November ein internationaler Gedenktag: Auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen in Bogotá in Kolumbien würdigten die Teilnehmerinnen diese Frauen und riefen das Todesdatum der drei Frauen zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus. Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt.

Dateien:
Poster_25_nov_A_01.JPG301 K