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23. Juni 2008

Island hält weiterhin am Walfang fest

Ungeachtet internationaler Kritik legte die Isländische Regierung eine Fangquote von 40 Zwergwalen für die derzeitige Jagdsaison fest. Die Entscheidung für die Aufnahme der Jagd ging vom Fischereiminister Einar Gudfinnsson aus. „Damit setzt sich Gudfinnsson nicht nur über das seit 1986 bestehende internationale Walfang-Verbot hinweg, sondern ignoriert auch die weltweiten Proteste gegen den Walfang, erklärt die tierschutzpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE. Eva Bulling-Schröter.

Gudfinnsson gab in einem Schreiben an den deutschen Kommissar der Internationalen Walfang Kommission (IWC) Gert Lindemann unmissverständlich zu verstehen, er würde seine Entscheidung zur Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs für 2008 nicht überdenken. Sowohl die Isländische Außenministerin, als auch der isländische Industrieminister kritisierten die Vergabe der Fangquoten, da sie befürchten, der Walfang schade nicht nur dem Image Islands, sondern auch der Tourismusbranche. „Gudfinnssons" Entscheidung ist nicht nur eigennützig und rücksichtslos, sondern auch unverantwortlich, erklärt Eva Bulling-Schröter weiter. „Damit kehrt Island aus Profitinteresse erneut dem Tierschutz und den Bemühungen des IWC zu Internationalem Walschutz den Rücken zu. Wir fordern Whale-Watching statt Walfang, die Isländische Regierung soll unverzüglich den Walfang zu beenden.