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30. Mai 2007

Dioxin im Boden: MdB Eva Bulling-Schröter für ver­netztes Umwelt­schutz­management

Zu den dioxin­belasteten Boden­proben in der Nähe der GSB in Eben­hausen Werk erklärt die Ingolstädter Bundestags­abgeordnete der LINKEN Eva Bulling-Schröter:

Wieder einmal wurden in der Nähe der GSB dioxin­belastete Proben entnommen. Wieder einmal will es niemand gewesen sein. Die möglichen Verursacher weisen eine Beteiligung weit von sich. Welcher Betrieb auch immer die Verantwortung trägt: Mit seriöser Information der Öffentlichkeit hat dieses Vorgehen nichts zu tun. Was bleibt, ist die Angst der AnwohnerInnen, ist die zunehmende Verunsicherung der Bevölkerung. Denn dieser Fund ist kein Einzelfall. In verschiedenen Teilen der Region wurden in den letzten Wochen und Monaten Störfälle und Umweltbelastungen registriert. Erinnert sei an den ESSO - Unfall<//u> im Dezember und die damit verbundene mangelnde Information der Bevölkerung. Der Großraum Ingolstadt hat nun einmal eine große Anzahl Betriebe, die mit Gefahrstoffen arbeiten. Dies erfordert ein Höchstmaß an innerbetrieblicher Sicherheit. Aber auch ein wirksames überbetriebliches, regional vernetztes Umweltschutzmanagement. Das manche Industrien stärker mit Gefahren verbunden sind als andere, ist nicht von der Hand zu weisen. Diese Produktionen benötigen dann aber auch bessere und wirkungsvollere öffentliche Kontrollmechanismen. Hier sind Defizite schnellstens zu beseitigen. Aufklärung der Ursachen und vorbehaltlose Information der Bevölkerung steht dabei an erster Stelle. Letztlich liegt dies auch im Interesse der Firmen. Vertuschung ist die schlechteste Image­pflege. Denn wie heißt es im Volksmund: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, selbst wenn er dann die Wahrheit spricht.