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23. April 2007

Staatsziel Tier­schutz hilft Versuchs­tieren in Deutsch­land nicht

Zum Internationalen Tag des Versuchs­tieres am morgigen Tag erklärt die tier­schutz­politische Sprecherin der Links­fraktion im Bundes­tag Eva Bulling-Schröter:

Die Zahl der in Versuchen eingesetzten Tiere steigt. Allein im letzten Jahr wurden fast 2,5 Millionen Tiere verbraucht. Besonders ver­werflich dabei, in Deutsch­land darf immer noch mit Primaten experimentiert werden. Laut Tier­versuchs­statistik 2006 ist der Anteil der Versuchst­iere um 6,5 Prozent gestiegen. Obwohl Verbraucher/innen und Tier­schutz­verbände seit Jahren ein Einlenken der Bundes­regierung fordern, ist bis heute nichts in dieser Richtung passiert. Auch das Staats­ziel Tierschutz, seit dem 1. August 2002, im Grund­gesetz verankert, hat an diesen Zuständen bis jetzt nichts ändern können. Zu einem grund­sätzlichen Verbot aller Tier­versuche gehören auch die Förderung alternativer Test­methoden und die Unter­stützung von Wissen­schaft und Forschung auf diesem Gebiet. Das ZEBET<//u> als zentrale Erfassungs­stelle für alternative Test­methoden klagt seit Jahren über einen zu geringen Personal­bestand und unzureichende Finanzen. Wie soll unter diesen Umständen ein Referenz­zentrum erhalten und ausgebaut werden, das tatsächliche Alternativen zum Tier­versuch anbieten kann? Es ist ein Skandal, wie immer wieder versucht wird, über Haus­halts­beschneidungen politisch brisante Themen unauffällig aus dem Verkehr zu ziehen. DIE LINKE. fordert die Bundes­regierung auf, schnellst­möglich die notwendigen Voraus­setzungen für einen Ausstieg aus den Tier­versuchen zu schaffen.