Am 28. Juli führte mich die Sommertour in den Donau-Ries-Kreis. Der Kreisverband der Linken hatte vorgeschlagen, zunächst in Nördlingen den Galvanisierbetrieb Riesmetall und die Biogasanlage Meißler zu besuchen, dann die Kunstgalerie Kauffmann in Möttingen, sowie nach einer Bürgersprechstunde in der Donauwörther Fußgängerzone im Ried den Betrieb des Kreisvorsitzenden Manfred Seel in Asbach-Bäumenheim, der hauptsächlich mit Öl und Ölprodukten, aber auch mit Holz-Pellets handelt.
Bei Riesmetall zeigte Geschäftsführer Jochen Ramisch, wie auch ein Betrieb der Metall-Oberflächenveredlung in vorbildlicher Weise umweltbewusst und energiesparend betrieben werden kann und auf dem sehr engen Markt der galvanischen Verzinkung seit Jahrzehnten erfolgreich besteht.
Stefan Meißler Teilhaber einer riesigen Biogasanlage vor den Toren Nördlingens, hat meiner Besuchergruppe ausführlich erklärt wie eine Biogasanlage funktioniert.
Wir waren sehr überrascht, wie effektiv eine Biogasanlage arbeiten kann. Mein größtes Problem bei diesen Anlagen ist allerdings, ob Getreide oder Mais wirklich für Biogasanlagen angebaut werden darf in Anbetracht dessen, was derzeit in Afrika passiert ist es schon mehr als fraglich.
Mit seinem beeindruckenden Angebot an Kunst in Form von Plastiken und Gemälden zeigte Günther Kauffmann in seiner Galerie in Möttingen sehr fachmännisch, dass auch die Ästhetik einen hohen Stellenwert verdient und damit ein kleiner mittelständischer Betrieb sein Auskommen finden kann.
Es ist ja so, zu einer menschenwürdigen Umwelt gehören nicht zuletzt auch Kunst, Kultur und Bildung. Viele Bilder und Plastiken hätten mir bei Günther Kaufmann gefallen aber von einem Pferd von Antonio Toborowicz und einem Bild von Mobby wollte ich mich dann gar nicht mehr trennen.
In Asbach-Bäumenheim habe ich bei einer Abendveranstaltung mit den Genossinnen und Genossen des Ortsverbandes über die Atomgesetze gesprochen die einige Tage zuvor den Deutschen Bundestag passiert haben.
Dieser langsame Abschaltplan bleibt selbst hinter der Forderung der Energiewirtschaft zurück. Der Branchenverband der Energiewirtschaft BDEW hatte im April einen vollständigen Atomausstieg bis zum Jahr 2020 gefordert. Der Atomkompromiss der Koalition beinhalte zudem viele Ungereimtheiten, die das Abschalten des letzten AKW im Jahr 2022 infrage stellen könnten.
So gebe es bislang keine klaren Aussagen im Koalitionsbeschluss zur Atompolitik zur Übertragbarkeit von AKW-Restlaufzeiten, die den Weiterbetrieb einzelner AKWs noch deutlich länger als 2022 ermöglichen könnte.